Hydro-Geologie-Nord PartGmbB

Diplomingenieure Hilgert & Ewert



 

Reduktionfaktoren der Grundwasserneubildung zur Bestimmung von Speisungsraten bedeckter Grundwasserleiter

Für die Bewertung der nutzbaren Grundwasserressourcen in einem Einzugsgebiet ist nicht die Grundwasserneubildung, sondern die Speisung des betrachteten Grundwasserleiters maßgebend.

Bei unbedeckten Grundwasserleitern erreicht in der Regel das gesamte neu gebildete Grundwasser den Aquifer. Im Falle gespannter Grundwasserleiter ist hingegen zu beachten, dass ein Teil des neu gebildeten Grundwassers bereits oberflächennah, innerhalb von Sandlagen im Hangendstauer oder in überlagernden Grundwasserleitern abfließt und in die Vorflut entlastet. Die Speisung des betrachteten Grundwasserleiters ist dann geringer als die Grundwasserneubildung.

Realitätsnahe Speisungsraten können über geohydraulische Modelle berechnet werden, wenn diese auch die Strömungsprozesse in den Hangendschichten berücksichtigen. Um für Erstbewertungen des Grundwasserdargebotes und für großräumige Untersuchungen Speisungsraten begründet schätzen zu können, sind existierende geohydraulische Modellierungen in Mecklenburg-Vorpommern ausgewertet worden.

Das Ziel der unten stehenden Arbeit war es, aus vorliegenden hydrogeologischen Detailuntersuchungen Reduktionsfaktoren respektive Speisungsanteile abzuleiten und zu regionalisieren.